Kundengeschenke zählten vor einigen Jahren zum Pflichtprogramm einer guten Kundenbeziehung und dienten als wirkungsvolles Instrument der Kundenbindung. Spätestens zu Weihnachten hatten die Paketservice-Lieferanten alle Hände voll zu tun.

Die Geschenkkultur hat einen Dämpfer erhalten, als eine steuerliche Grenze (bis max. 35 €) festgelegt wurde und Unternehmen vermehrt Compliance-Regeln einführten, um die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch von freiwilligen Kodizes zu gewährleisten und dem Vorwurf der Bestechlichkeit prophylaktisch entgegenzuwirken. Vor allem Mitarbeiter von Banken und Versicherungen, aber auch große Unternehmen und Konzerne anderer Branchen sehen sich mit entsprechenden Auflagen konfrontiert – speziell, wenn es in der Branche einschlägige Erfahrungen mit der Annahme von Geschenken gegeben hat.

Doch nicht alle Unternehmen sehen das so eng. Im Mittelstand ist das Thema nicht so häufig anzutreffen. Deshalb stellen wir heute die Frage: Helfen Kundengeschenke bei der Kundenbindung – oder nicht?

Aus meiner Sicht ist gegen ein kleines Werbe-/Kundengeschenk nichts einzuwenden. Bleibt der Wert unter den besagten 35 €, wird es nicht dazu führen, dass sich ein bewährter Mitarbeiter eines Unternehmens nicht mehr objektiv um seine Aufgabe kümmert. Egal, ob Einkäufer, Vertriebler oder Marketingleiter. Auf der Ebene, auf der Kundengeschenke gemacht werden, ist das Gehalt der beteiligten Personen auf einem Niveau, dass Präsente in der Höhe keine Rolle spielen (sollten).

Die Anlässe für diese nette und meist überraschende Kundenbindungs-Maßnahme sind vielfältig:

  • ein Dankeschön für die erste Auftragserteilung, 
  • Jahrespräsent für die gute Zusammenarbeit
  • Firmenjubiläum
  • Geburtstag des Ansprechpartners
  • Weihnachten/Ostern
  • Frühlingsanfang (ein Blumengruß)
  • Urlaubszeit
  • Saisonstart

Vorteile:

  • Das Geschenk vermittelt Wertschätzung
  • Aufmerksamkeit zum Jahrestag, Jubiläum etc.
  • Sie haben einen Anlass, mit Ihrem Kunden in Kontakt zu treten.
  • Ihr Kunde freut sich, denn Sie wollen nichts vom ihm, sondern er bekommt etwas von Ihnen.
  • Da Ihr Kunde nicht damit rechnet, ist der Effekt doppelt so schön für Sie. Aus einer derartigen Situation erwachsen nicht selten spontane Aufträge, denn man kommt ins Gespräch. Und was liegt näher, als über Geschäftliches zu sprechen.

Nachteile, die keine sind:

  • Sie müssen ein (kleines) Budget bereitstellen.
  • Je besser Sie Ihren Kunden und Anlass kennen, desto mehr Gedanken machen Sie sich über das Präsent. Das ist etwas zeitaufwändig, lohnt sich aber.

Die Größe des Geschenkes orientiert sich am Anlass. Es geht um die Geste und nicht um den monetären Wert. Außerdem können Sie kleinere neutrale Geschenke – gebrandet mit Ihrem Logo – nicht nur zur Kundenbindung sondern auch als Werbemittel für Ihre Kundenakquise nutzen.

Fazit: Es gilt nach wie vor der Satz: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft”. Deshalb: Von meiner Seite ein klares „Ja” zu Kundengeschenken für die Kundenbindung. Wenn Sie dabei auf mögliche Ressentiments achten und existierende Compliance-Regelungen Ihrer Kunden berücksichtigen, kann nichts schief gehen. Ganz im Gegenteil: Ihr Kunde freut sich, es verbessert Ihre Kundenbeziehung und trägt zu einer intensiveren Kundenbindung bei.

Sie suchen noch nach dem passenden Geschenk? Uns fällt bestimmt etwas ein: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 Sinn und Zweck von Kundengeschenken im dialog.blog


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